Kritische Fragen auf dem roten Sofa

 

Zu jeweils acht Fragen sollten die Politiker auf dem roten Sofa Stellung nehmen. Zu den brennendsten Fragen zählte die, wie es mit dem Wiederaufbau der Trendportanlage in Altbirnau weitergehen soll. Darauf bekamen die Jugendlichen eigentlich für sie durchweg positive Antworten. Eine neue Trendsportanlage kommt. Wenn auch nicht – wegen der hohen Kosten – gleich die ganz große Lösung. Interessiert waren die Jugendlichen aber auch an einer Stellungnahme zum Thema „Mitbestimmung für Jugendliche“. Diesbezüglich stießen sie bei allen Gesprächspartnern auf offene Ohren. Allerdings mussten sich die Jugendlichen auch sagen lassen, dass bisherige Versuche, ihnen ein Sprachforum zu geben, daran gescheitert seien, dass solche Plattformen, wenn überhaupt, nur in sehr bescheidenem Rahmen von den Jugendlichen wahrgenommen worden seien.

Am diffizilsten zu beantworten war wohl die Frage: Was macht Ihre Partei gegen die Schlägereien und Unruhen am Landungsplatz und am Bahnhof? Ein Zeichen dafür, dass dies den Jugendlichen gegen den Strich geht und dass diese Auswüchse kein generelles Jugendphänomen darstellen, sondern dass es sich dabei, wie Stadtrat Udo Pursche (SPD) meinte, um eine kleine Minderheit von Unruhestiftern handelt. Man müsse daher aufpassen, dass man diese Minderheit nicht überbewerte, meinte er. Aber diejenigen, die über die Stränge schlagen, müssten konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Jugendlichen, aber auch die Kandidaten auf dem roten Sofa haben diese Aktion für sehr gut befunden. Auch von den Passanten kamen positive Äußerungen. Eine ältere Dame zückte sogar ihren Geldbeutel und hinterließ eine kleine Spende für die jugendlichen Aktivisten. Fest steht, dass sich durch die Aktion „Das rote Sofa“ wieder einige Jugendliche für das politische Geschehen zu interessieren und dass es wichtig ist, nicht teilnahmslos am Spielfeldrand zu stehen. Zum Onlineartikel