Presse über die fette welle

Das schreibt die Presse über die fette welle )))


 

Mit Mikro im Anschlag

Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben will das Paritätische Jugendwerk mit seiner Aktion „Das Rote Sofa“. Auf der Fähre zwischen Meersburg und Konstanz nahmen darauf Bundestagskandidaten von vier Parteien Platz und standen den Teilnehmern vom Linzgau - Kinder- und Jugendheim und von der Kaspar-Hauser-Schule Rede und Antwort.

So kann Prävention gegen Politikverdrossenheit und Desinteresse aussehen. Junge Menschen kommen frühzeitig in den Dialog mit Politikern und formulieren ihre Anliegen. An Bord der Fähre und auf dem „Roten Sofa“ saßen Jochen Jehle (SPD), Alexander Reuter (FDP), Lothar Riebsamen (CDU) und Petra Selg (Grüne) als Kandidaten im Wahlkreis Bodensee; nach dem Anlegen auf der anderen Seeseite stieß noch der Konstanzer Kandidat und Abgeordnete Peter Friedrich (SPD) hinzu. Mutig nutzen diese Chance Kim, David, Michael und Sebastian vom Kinder - und Jugendheim Linzgau gemeinsam mit Ingmar, Lio und Yvonne von der Kaspar - Hauser -Schule. Gemeinsam mit einem Organisationsteam hatten sie die Veranstaltung auf der Fähre auch vorbereitet. Dass die Stadtwerke Konstanz den Raum auf dem Schiff zur Verfügung gestellt hatte, dafür dankten Moderator Uwe Kaiser vom Paritätischen Landesverband, Evi Pfeifer, Leiterin des Kinder - und Jugendheims, und Sebastian Paulsen vom Verein Rückenwind der Kaspar-Hauser-Jugendhilfe dem Betreiber der Fähre.
Anerkennung und Respekt gelte vor allem den jungen Teilnehmern, erklärte Kaiser.
Sebastian Paulsen formulierte vor dem Start noch einmal die Leitgedanken des Vorhabens. Zentrale Elemente für den Austausch auf dem Sofa seien zum einen der Dialog, zum anderen die Beteiligung. „Here we are!“ machten die Kinder und Jugendlichen auf sich aufmerksam. „Warum können Schulklassen nicht kleiner sein?“

„Sollten Gewaltspiele unter 18 Jahren verboten werden?“ - „Was wollen Sie tun, dass die Bauern mehr Geld für die Milch bekommen?“ Die Fragen der Kinder deckten ein weites
Themenspektrum ab. Dass sie den vier beteiligten Kandidaten gleich zwei Mikrofone unter die Nase hielten, verbreitete schon regelrechtes Bundestagsflair. Eines war für den Lautsprecher an Bord, das andere zeichnete die Statements auf, die mit Videosequenzen auf der Internetseite des Kinder - und Jugendheims Linzgau (www.fette-welle.de) zu finden sein werden.

Die Jugendlichen fühlten den Politikern mit konkreten Fragen auf den Zahn. Warum Behinderte Fernzüge nicht kostenlos benutzen dürften, wurde Lothar Riebsamen gefragt. „Ich muss zugeben: Das wusste ich gar nicht“, räumte der Bürgermeister von Herdwangen- Schönach offen ein. Doch er werde sich kundig machen. Wie sie von einer Spielplatz-Initiative über den Gemeinderat zur großen Politik kam, schilderte Petra Selg, die „Landesmutter der Grünen“, wie sie selbst sagte.

„Was halten Sie von der heutigen Jugend?“ stellte Kim eine Gretchenfrage. „Viel!“ meinte Biologe Alexander Reuter. So schlimm, wie dies manchmal gesagt werde, sei die Situation nicht. „Man muss die Jugendlichen mit ihren Anliegen Ernst nehmen.“

Lehrer Jochen Jehle räumte ein, dass es „Jugendliche gibt, die mir auf die Nerven gehen“. Auf der anderen Seite sei es richtig und notwendig, dass sich Jugendliche „auf die Hinterbeine stellen“ und ihre Freiräume zu erkämpfen versuchen.

Kritische Fragen auf dem roten Sofa

Zu jeweils acht Fragen sollten die Politiker auf dem roten Sofa Stellung nehmen. Zu den brennendsten Fragen zählte die, wie es mit dem Wiederaufbau der Trendportanlage in Altbirnau weitergehen soll. Darauf bekamen die Jugendlichen eigentlich für sie durchweg positive Antworten. Eine neue Trendsportanlage kommt. Wenn auch nicht – wegen der hohen Kosten – gleich die ganz große Lösung. Interessiert waren die Jugendlichen aber auch an einer Stellungnahme zum Thema „Mitbestimmung für Jugendliche“. Diesbezüglich stießen sie bei allen Gesprächspartnern auf offene Ohren. Allerdings mussten sich die Jugendlichen auch sagen lassen, dass bisherige Versuche, ihnen ein Sprachforum zu geben, daran gescheitert seien, dass solche Plattformen, wenn überhaupt, nur in sehr bescheidenem Rahmen von den Jugendlichen wahrgenommen worden seien.

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Lieder aus dem Kinder- und Jugendheim ganz vorne

„Oft sitze ich im Zimmer rum und find mein Leben richtig dumm.“ Song von Enrico (13), Daniel (11) und Niklas (12) vom Kinder- und Jugendheim Linzgau in Überlingen-Deisendorf. Bilder: as

 

Fette Welle“ heißt die neue Internetplattform von und für Jugendliche. Sie ist ein Kind des Kinder- und Jugendheimes Linzgau in Überlingen-Deisendorf. Die Idee dazu ist in der im Stadtteil Deisendorf beheimateten Jugendhilfeeinrichtung von Medienpädagoge Alexander Friedrichs gekommen.

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Die "Fette Welle" geht bald auf Sendung

Seit zwei Jahren schon versuchen sich Jugendliche des Kinder- und Jugendheims Linzgau im Überlinger Stadtteil Deisendorf unter Betreuung des Medienpädagogen Alexander Friedrichs beeindruckend erfolgreich als Radiomacher. Bislang nur für den Hausgebrauch. Nachdem nun ein fast professionelles Studio eingerichtet wurde, wird Radio Linzgau unter dem Namen "Fette Welle" bald per Internet auf Sendung gehen.

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